"Reicher Mann und armer Mann

standen da und sah'n sich an.

Und der Arme sagte bleich:

Wär' ich nicht arm, wärst Du nicht reich."


Bertolt Brecht
 

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Video Steuern und Reiche

 

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Video Hartz 4plus5 plus Acker

 

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Schramm - Vermögensverteilung

 

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Pispers - Sozialismus

 

 

 

Gedanken zu den  "Mächten der kannibalischen Weltordnung" (Jean Ziegler)

wer will,

dass die welt so bleibt

wie sie ist,

der will nicht,

dass sie bleibt.

(Erich Fried)

 

 

Reichtum!

 

Reichtum wird vertuscht, über Reichtum zu reden ist tabu. 

 

Jedes Sozialamt de BRD hat sehr detaillierte Kenntnisse über die Einkommens- und Vermögenslage der SozialhilfeempfängerInnen [auch über jeden kranken Hund]; das Statistische Bundesamt Wiesbaden ist jedoch überfordert, wenn es Genaueres über hohe Vermögen und Einkommen aussagen soll. 

 

So gibt es bei uns mehr Reiche als SozialhilfeempfängerInnen. Man muss in den offiziellen Statistiken allerdings sehr lange suchen, um die genaue Zahl der (etwa fünf Millionen) Reichen zu finden. 
Der Staat versteckt den Reichtum, er schützt ihn vor der Gemeinschaft.

 

Dies gilt auch international. Die Spaltung der Welt in eine reiche Minderheit und eine arme Mehrheit der Menschen in der Weltgesellschaft ist wesentliches Merkmal des Kapitalismus. Diskutiert und beobachtet werden in erster Linie die Auswirkungen bei den Armen – im dunkel bleibt die Verursachung durch die Reichen und die Superreichen. Es gibt keine Kontrolle über das weltweite Finanz- und Sach-Kapital, es gibt auch keine ernsthafte Diskussion über eine andere Verteilung des unermesslichen Reichtums.

Zu den 100 größten globalen Ökonomien zählen 51 Transnationale Konzerne und 49 Länder. Selbst in die reichen Länder, die einen Wohlstand auf breiter Basis erreicht hatten, kehrt die Armut seit den 80er Jahren zurück. Dafür sind einige ganz wenige Reiche mega-reich geworden: die 497 Milliardäre der Welt haben mehr Geld als das Gesamteinkommen der ärmsten Hälfte der Menschheit. Dieser eklatante Abstand ist der größte in der Geschichte der Menschheit.

Wichtigste Maßnahme gegen die neoliberale Globalisierung, gegen die Weltherrschaft des Kapitalismus und für eine Demokratisierung der internationalen Finanz- und Kapitalmärkte wäre der Ausgleich des Reichtums innerhalb der Gesellschaften und innerhalb der Weltgesellschaft. „Reichtumsausgleich“ heißt: Es muss sich etwas daran ändern, dass das Kapital, und insbesondere die Produktionsmittel und die Geldvermögen, sich in Händen einer Minderheit von 5 bis 10% der Bevölkerung befinden.

Es geht darum, Verteilungsgerechtigkeit herzustellen.
Bekanntlich verfügen beispielsweise gerade einmal 1 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung über 25 Prozent des Geldvermögens. “Wenn 50 Prozent der Bundesbürger lediglich über 4,5 Prozent des Privatvermögens verfügen, dann ist das Anlass für die Politik zur Umverteilung”, meinte dazu DGB-Chef Dieter Schulte. Er wird sicher mit uns beginnen, diese Forderung zu realisieren.

 

Wirtschaftspolitik und Politik der halbkolonialen Welt können so weiterhin kontrolliert werden. Unter dem Deckmantel des Freihandels haben Konzerne den Reichtum dieser Länder geraubt und in den Tresoren der Großbanken des Westens aufgestapelt. Es geht darum, die Realität hinter den scheinbar ewig gültigen und blind geglaubten Bereicherungsmechanismen sichtbar machen, zu sehen, wie Reichtum entsteht, wie er verwandt wird und wie er wirkt.

Eine rasche und durchgreifende Politik der Umverteilung ist zu organisieren.
Kirchen, Gewerkschaften und Sozialverbände sind in erster Linie gefragt, endlich deutlichere Gegenpole zu setzen. „Reichtum darf kein Tabu bleiben – und wo stehen die Kirchen?“ meinten TeilnehmerInnen der Konferenz "Christianity, Poverty and Wealth", die im November 2000 in Neu-Delhi tagte. „Nicht nur Armut, sondern auch Reichtum muss ein Thema der politischen Debatte sein“. ist im Wirtschafts- und Sozialwort des Rates der EKD und der Deutschen Bischofskonferenz zu lesen.

Reichtum muss endlich gemeinschaftlich verantwortet werden.

Und dies könnte soviel Spaß machen:
statistisch verfügt jeder Haushalt im Lande über mehr als 80.000 € Geldvermögen, das reicht für eine private Daseinsvorsorge allemal aus.

Die Hegelsche Verknüpfung von Herrschaft/ Knechtschaft mit dem Antagonismus Reichtum/ Armut mündet (in Umkehrung seines Satzes, wer Herrschaft und Reichtum wolle, müsse Knechtschaft und Armut wollen) – in die Schlussfolgerung:
Wer Knechtschaft und Armut überwinden will, muss Herrschaft und Reichtum bekämpfen.

 

Das Gegensteuern muss von der Zivilgesellschaft (also von uns allen, von Dir und mir) ausgehen, nur die Zivilgesellschaft kann Gerechtigkeit einfordern, staatliche Organisationen sind offensichtlich überfordert. 

 

Begeben wir uns auf den Weg.  

 

 

 

 

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Stand: 19. Februar 2016